Aufkalkung und Gesundungskalkung
Ist der Boden zu sauer, reicht Erhaltung nicht. In Klasse B braucht er eine Aufkalkung, in Klasse A eine Gesundungskalkung. Beides wird in Gaben geplant.
Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen
| Klasse | Kalkversorgung | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| A | sehr niedrig | Gesundungskalkung. Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit sind erheblich beeinträchtigt. |
| B | niedrig | Aufkalkung. Noch keine optimalen Bedingungen, hoher Kalkbedarf. |
| C | anzustreben | Erhaltungskalkung. Optimale Bedingungen, geringer Kalkbedarf. |
| D | hoch | Keine Kalkung. |
| E | sehr hoch | Keine Kalkung und keine alkalisch wirkenden Dünger. |
Wie viel?
Die Menge hängt von Bodenart, Humus und Abstand zum Ziel-pH ab und steht im Befund Ihres Labors. Sie kommt zur Erhaltungskalkung hinzu.
Höchstmengen je Gabe
Je Ausbringung höchstens 30 dt CaO/ha auf leichten, 60 auf mittleren und 90 auf schweren Böden (VDLUFA, DLG). Liegt der Bedarf darüber, teilen Sie ihn auf zwei oder mehr Jahre auf. Auf leichten Böden sind karbonatische Kalke zu bevorzugen.
Lohnt sich das?
Laut DLG kostet die Sanierung stark versauerter Böden mit 5 bis 10 t CaO je Hektar etwa 600 bis 1.000 € je Hektar. Die Kosten werden durch Ertragssteigerung und -sicherung schnell gedeckt. In den Klassen A und B lagen die Mindererträge auf Praxisschlägen bei 5 bis 12 %.
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