+49 561 7398314 Lieferung anfragen

Löslichkeitstest: wie schnell zerfällt das Granulat?

Bleibt granulierter Kalk als Korn auf dem Feld liegen? Das werden wir oft gefragt. Deshalb haben wir unsere beiden Produkte, Kalkgranulat und Kalk mit Schwefel, auf einen Teller mit Erde und in ein Glas Wasser gegeben und drei Stunden lang fotografiert.

Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen

Aufbau

Zwei Teller mit humoser Erde, darauf je eine Handvoll Granulat: einmal Kalk mit Schwefel (gröberes Korn, über 4 mm), einmal Kalkgranulat (feineres Korn, 2 bis 4,5 mm). Neben jedem Teller steht ein Glas Wasser, in das ebenfalls Granulat gegeben wurde. Ein handgeschriebener Zettel zeigt auf jedem Foto die Uhrzeit. Fotografiert wurde um 11:30, 11:45, 12:00 und 14:30 Uhr.

Kalk mit Schwefel, Körnung über 4 mm, auf Erde mit Zollstock zum Größenvergleich
Kalk mit Schwefel, über 4 mm
Kalkgranulat, Körnung 2 bis 4,5 mm, auf Erde mit Zollstock zum Größenvergleich
Kalkgranulat, 2 bis 4,5 mm

Die Zeitreihe

Von links nach rechts: Beginn, nach 15 Minuten, nach 30 Minuten und nach drei Stunden.

Kalk mit Schwefel, gröberes Korn über 4 mm

  1. Löslichkeitstest um 11:30 Uhr: Kalk mit Schwefel (grobes Korn) auf humoser Erde, daneben ein Wasserglas mit milchig getrübtem Wasser
    Beginn
  2. Löslichkeitstest um 11:45 Uhr: Kalk mit Schwefel (grobes Korn) auf der Erde, das Wasser im Glas ist milchig
    nach 15 Minuten
  3. Löslichkeitstest um 12:00 Uhr: Körner von Kalk mit Schwefel auf der Erde, eine halbe Stunde nach Beginn
    nach 30 Minuten
  4. Löslichkeitstest um 14:30 Uhr: Körner von Kalk mit Schwefel auf der Erde nach drei Stunden
    nach 3 Stunden

Kalkgranulat, feineres Korn 2 bis 4,5 mm

  1. Löslichkeitstest um 11:30 Uhr: feines Kalkgranulat auf humoser Erde, daneben ein Glas mit getrübtem Wasser
    Beginn
  2. Löslichkeitstest um 11:45 Uhr: feines Kalkgranulat auf der Erde, rechts das Wasserglas
    nach 15 Minuten
  3. Löslichkeitstest um 12:00 Uhr: feines Kalkgranulat auf der Erde, eine halbe Stunde nach Beginn
    nach 30 Minuten
  4. Löslichkeitstest um 14:30 Uhr: feines Kalkgranulat nach drei Stunden auf der Erde
    nach 3 Stunden

Was zu sehen ist

  • Im Wasserglas wird das Wasser bei beiden Produkten milchig trüb. Das Korn zerfällt in sehr feine Teilchen, die im Wasser schweben.
  • Auf der Erde nehmen die Körner Feuchtigkeit aus dem Boden auf. Nach drei Stunden sind beide Körnungen auf dem Teller noch zu erkennen: Auf der Erde ist weniger Wasser im Spiel als im Glas, das Korn braucht dort mehr Zeit. Das gröbere Korn des Kalks mit Schwefel ist am deutlichsten zu sehen.

Fazit

Die Körner zerfallen durch Feuchtigkeit und gehen in eine milchige Emulsion über.

Granulat ist also kein Kalk, der als Kugel im Boden liegen bleibt. Das Korn ist nur die Form für das Streuen: staubarm, rieselfähig und mit dem normalen Düngerstreuer zu verteilen. Sobald es nass wird, zerfällt es wieder in feine Teilchen. Beim Kalkgranulat reagiert dieser feine Kalk im Boden mit der Säure, beim Kalk mit Schwefel wird das Sulfat für die Pflanzen verfügbar. Wie das abläuft, zeigt die Seite Wirkung.

Was der Test nicht zeigt

Der Test ist ein Anschauungsversuch mit dem Auge, keine Labormessung. Er sagt nichts darüber, wie schnell der pH-Wert im Boden steigt. Das hängt von Bodenart, Feuchtigkeit, Menge und Einarbeitung ab. Laut DLG-Merkblatt 456 wirken kohlensaure Kalke innerhalb von Tagen bis einigen Monaten, Kreidekalke relativ schnell innerhalb von Tagen bis Wochen. Ob die Kalkung gewirkt hat, zeigt die nächste Bodenprobe.

Selbst ausprobieren

  1. Einen Teller mit Erde vom eigenen Feld oder aus dem Garten füllen und gut anfeuchten.
  2. Eine Handvoll Granulat obenauf streuen, ein paar Körner zusätzlich in ein Glas Wasser geben.
  3. Einen Zettel mit der Uhrzeit dazulegen und fotografieren.
  4. Nach 15 Minuten, 30 Minuten und einigen Stunden wieder fotografieren und vergleichen.

Fragen zum Granulat und zur Ausbringung beantworten wir gern. Kurz anfragen.

Granulat in der Musterbox

  • Musterbox mit drei Fächern, gefüllt mit Kalkgranulat unterschiedlicher Körnung
    Musterbox mit drei Fächern, gefüllt mit Kalkgranulat unterschiedlicher Körnung
  • Grobes, rundes Kalkgranulat in einer Musterbox, Nahaufnahme
    Grobes, rundes Kalkgranulat in einer Musterbox, Nahaufnahme
  • Musterbox mit Fächern, in der Mitte rundes Kalkgranulat
    Musterbox mit Fächern, in der Mitte rundes Kalkgranulat
  • Kalkgranulat in einer durchsichtigen Musterbox, Nahaufnahme
    Kalkgranulat in einer durchsichtigen Musterbox, Nahaufnahme

Häufige Fragen

Löst sich Kalkgranulat in Wasser auf?

Kalk löst sich in reinem Wasser kaum. Das Granulat zerfällt aber, sobald es Feuchtigkeit aufnimmt, in feine Kalkteilchen. Im Wasserglas sieht man das als milchige Trübung. Im Boden reagieren diese feinen Teilchen dann mit der Bodensäure.

Wie lange dauert es, bis das Granulat im Boden zerfällt?

Das hängt von der Feuchtigkeit ab. Bei trockenem Wetter bleibt das Korn liegen, mit Regen oder Tau zerfällt es. Kohlensaure Kalke wirken laut DLG-Merkblatt 456 innerhalb von Tagen bis einigen Monaten, Kreidekalke relativ schnell innerhalb von Tagen bis Wochen.

Bleibt Granulat auf der Grasnarbe liegen?

Bis zum nächsten Regen kann das Korn auf der Narbe liegen. Die DLG empfiehlt auf Grünland, den Kalk nach dem Streuen durch Abschleppen in die Narbe zu bringen. Im Herbst und Winter waschen Niederschläge ihn bis zur ersten Nutzung ein.

Kann ich den Test selbst machen?

Ja. Ein Teller mit feuchter Gartenerde, ein Glas Wasser, eine Handvoll Granulat und ein paar Zettel mit der Uhrzeit reichen. Die Anleitung steht auf dieser Seite.

Quellen

  1. DLG e. V. (2022): DLG-Merkblatt 456 „Hinweise zur Kalkdüngung“, 3. Auflage

Lieferung anfragen

Kalkgranulat oder Kalk mit Schwefel, Lieferung nach Österreich und in die Schweiz auf Anfrage, ebenso nach Deutschland. Nennen Sie uns Produkt, Menge und Lieferort, wir melden uns mit einem Angebot.