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Wann kalken? Herbst, Frühjahr oder Stoppel

Kalk hat keine engen Termine. Er braucht zwei Dinge: einen Boden, der das Gewicht trägt, und Niederschlag, der ihn einwäscht.

Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen

Grünland: Herbst und Winter

Der LLH Hessen nennt Herbst und Winter als optimalen Ausbringzeitpunkt, weil die Winterniederschläge den Kalk sicher bis zur nächsten Nutzung einwaschen. Im Sommer geht es nach einem Schnitt auf kurzer Narbe.

Gemähte Wiese mit Rundballen: nach dem Schnitt ist auf kurzer Narbe Zeit zum Kalken

Acker: zur Stoppel

Nach der Ernte ist der Boden befahrbar und der Kalk kann mit der Stoppelbearbeitung flach eingearbeitet werden. Auch vor der Saat ist eine Kalkung möglich.

Frost, Schnee, Nässe

Kalken Sie nur auf tragfähigem Boden (DLG). Auf Schnee oder stark gefrorenen Hängen kann der Kalk abgeschwemmt werden. Auf Grünland soll er nach dem Streuen durch Abschleppen in die Narbe gelangen.

Kalkkalender

Faustregeln aus LLH Hessen und DLG-Merkblatt 456
ZeitraumGrünlandAcker
Oktober bis Februaroptimal, wenn der Boden trägtmöglich, wenn der Boden trägt
März bis Aprilmöglichvor der Saat
Mai bis Augustnach dem Schnittim Bestand meist nicht; ab Ernte Stoppelkalkung
SeptembermöglichStoppelkalkung

Häufige Fragen

Kann man im Winter kalken?

Ja, wenn der Boden tragfähig ist. Auf Grünland ist der Winter sogar ideal. Nicht auf Schnee und nicht auf gefrorene Hänge.

Erst kalken oder erst düngen?

Bei kohlensaurem Kalk spielt die Reihenfolge für Stickstoffverluste laut DLG keine Rolle. Bei Branntkalk mindestens 2 bis 3 Wochen Abstand zur Gülle.

Quellen

  1. Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (2021): Kalken auf dem Grünland
  2. DLG e. V. (2022): DLG-Merkblatt 456 „Hinweise zur Kalkdüngung“, 3. Auflage

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