Kalkdünger in Österreich: Kalkgranulat und Kalk mit Schwefel
Österreich ist neben der Schweiz unser wichtigster Markt. Wir liefern Kalkgranulat für saure Böden und Kalk mit Schwefel für Raps, Getreide und intensiv genutztes Grünland, vom Mühlviertel bis ins Tiroler Oberland. Lieferung nach Österreich auf Anfrage.
Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen

Kalkung nach der österreichischen Richtlinie
Maßgeblich für die Kalkung in Österreich ist die „Richtlinie für die sachgerechte Düngung im Ackerbau und Grünland“ des Landwirtschaftsministeriums (8. Auflage 2022). Der pH-Wert wird dort in Calciumchlorid gemessen (ÖNORM), so wie in Deutschland. Unterschreitet er den anzustrebenden Wert, empfiehlt die Richtlinie zusätzlich zur Erhaltungskalkung eine Verbesserungskalkung, deren Menge das Labor über eine Kalkbedarfsbestimmung in Calciumacetat ermittelt.
Der Zielwert hängt von der Bodenschwere und der Nutzung ab. Auf Grünland liegt er niedriger als auf dem Acker: Auf leichten Grünlandböden empfiehlt die Richtlinie ab pH 5,0 keine Verbesserungskalkung mehr, auf schweren erst ab pH 6,0.
| Boden | Grünland: keine Verbesserungskalkung ab pH | Ackerland: ab pH | Erhaltungskalkung Grünland, t CaO/ha | Erhaltungskalkung Acker, t CaO/ha |
|---|---|---|---|---|
| leicht | 5,0 | 5,5 | 0,50 (unter pH 5,25) | 0,50 (unter pH 5,75) |
| mittel | 5,5 | 6,0 | 0,75 (unter pH 5,75) | 1,25 (unter pH 6,25) |
| schwer | 6,0 | 6,5 | 1,00 (unter pH 6,25) | 2,00 (unter pH 6,75) |
Erhaltungskalkung
Auch Böden im Zielbereich versauern durch Auswaschung, Entzug und Säureeinträge. Die Erhaltungskalkung gleicht das aus: im Grünland 0,5 bis 1 t CaO je Hektar, im Ackerland 0,5 bis 2 t CaO je Hektar, jeweils für 4 bis 6 Jahre. Größere Mengen teilt die Richtlinie auf mehrere Gaben im Abstand von zwei Jahren auf, auf leichten Böden ab 1,5 t CaO, auf mittleren und schweren ab 2 t CaO je Hektar.
Von t CaO zur Düngermenge
Die Richtlinie rechnet für kohlensauren Kalk mit dem Faktor 2,0: 1 t CaO entspricht rund 2 t kohlensaurem Kalk. Für unser Kalkgranulat mit 50 bis 52 % CaO passt diese Faustzahl. Eine Erhaltungskalkung von 0,75 t CaO auf mittlerem Grünland sind also rund 1,5 t Kalkgranulat je Hektar für 4 bis 6 Jahre, gut verteilt auf jährliche Gaben von rund 300 kg.
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Schwefel: wann eine Ergänzung sinnvoll ist
Die Richtlinie nennt Winterraps mit 30 bis 60 kg S je Hektar als Kultur mit dem höchsten Schwefelbedarf, Getreide und Leguminosen mit 10 bis 30 kg, Mais mit 25 bis 50 kg. Im Grünland deckt die Wirtschaftsdüngung den Bedarf meist, bei intensiver Schnittnutzung kann eine mineralische Ergänzung den Ertrag sichern. Elementarer Schwefel darf in Österreich nicht in Gülle eingerührt werden. Unser Kalk mit Schwefel liefert den Schwefel als Sulfat und wird gestreut. Mehr im Ratgeber Schwefelmangel.
Kalkung in den Bundesländern
Böden, Klima und Nutzung unterscheiden sich in Österreich stark: saure Böden über Granit und Gneis im Mühl- und Waldviertel, Kalkalpen und Silikatgebirge im Westen, pannonisches Ackerland im Osten. Was das für die Kalkung bedeutet, steht auf den Seiten der Bundesländer. Für Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark gibt es veröffentlichte pH-Auswertungen, für die übrigen Länder haben wir das zusammengetragen, was belegt ist.
Lieferung nach Österreich
- Kalkgranulat im Big Bag zu 600 kg oder als Ganzzug mit 24 Tonnen
- Kalk mit Schwefel: Gebinde und Menge im Angebot
- Lieferung nach Österreich auf Anfrage, Preis und Termin im Angebot
- Sammelbestellungen über Maschinenringe oder Nachbarbetriebe möglich
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Bio in Österreich
Das Kalkgranulat entspricht der EU-Öko-Verordnung (EU) 2018/848, die in Österreich direkt gilt. Verbandsbetriebe prüfen zusätzlich die Betriebsmittelliste ihres Verbands. Den Bio-Status für den Kalk mit Schwefel klären wir mit Ihrer Anfrage.