Bodenprobe ziehen und Kalkbedarf ermitteln
Jede Kalkempfehlung beginnt mit einer Bodenprobe. Richtig gezogen kostet sie wenig und verhindert, dass Sie zu viel oder zu wenig kalken.
Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen
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Bodenprobe. Ziehen Sie im Grünland Proben aus 0 bis 10 cm Tiefe, an vielen Stellen der Fläche im Zickzack, und mischen Sie sie.
pH messen. Das Labor misst den pH-Wert in Calciumchlorid-Lösung. In diesem Beispiel: pH 5,8.
Klasse ablesen. Für sandigen bis schluffigen Lehm mit bis zu 15 % Humus liegt die Klasse C bei pH 5,6 bis 6,3. Empfohlen ist eine Erhaltungskalkung von 7 dt CaO je Hektar.
Umrechnen. 700 kg CaO geteilt durch 0,51 ergibt rund 1.370 kg MEERKALK je Hektar, für 10 Hektar also 13,7 Tonnen bis zur nächsten Bodenuntersuchung.
Bestellen. Das sind 23 Big Bags zu 600 kg. Ihre eigene Menge rechnet der Kalkrechner.
Wie tief?
Auf Grünland bezieht sich die Kalkempfehlung auf die obersten 10 cm, auf dem Acker auf die Krume von 20 bis 30 cm (VDLUFA).
Wie ziehen?
Gehen Sie die Fläche im Zickzack ab und stechen Sie an vielen Stellen ein. Mischen Sie die Einstiche in einem sauberen Eimer und füllen Sie die Mischprobe ab. Meiden Sie Vorgewende, Tränken, Mieten- und Futterplätze.
Wie oft?
Auf Grünland etwa alle vier Jahre (DLR Rheinland-Pfalz), auf dem Acker einmal je Fruchtfolge. Die VDLUFA-Kalkmengen gelten jeweils bis zur nächsten Untersuchung.
Was das Labor misst
Für den Kalkbedarf wird der pH-Wert in Calciumchlorid-Lösung bestimmt (pH-CaCl₂). Zusammen mit Bodenart und Humusgehalt ergibt sich daraus die pH-Klasse A bis E.
Ihre Menge in einer Minute: Kalkbedarf berechnen