Bodenversauerung: Ursachen und Kalkverluste
Jeder landwirtschaftlich genutzte Boden versauert, langsam aber stetig. Die Erhaltungskalkung gleicht genau das aus.
Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen
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Ausgangslage. Ein Grünlandboden im anzustrebenden pH-Bereich. Ohne Nachschub bleibt er dort nicht.
Auswaschung. Mit dem Sickerwasser wird Calcium in tiefere Schichten ausgewaschen. Je mehr Niederschlag, desto größer der Verlust.
Entzug durch die Ernte. Mit jedem Schnitt verlassen Calcium und Magnesium die Fläche, laut DLG je nach Kultur 10 bis 80 kg je Hektar.
Säure aus Dünger und Boden. Ammoniumhaltige Dünger und der Abbau von Humus setzen Säure frei. Der pH-Wert sinkt weiter.
Jährlicher Kalkverlust. Auf Grünland gehen laut DLG-Merkblatt 456 jedes Jahr 150 bis 450 kg CaO je Hektar verloren, je nach Bodenart und Niederschlag. Das gleicht die Erhaltungskalkung aus.
Die Ursachen
- Auswaschung: Mit dem Sickerwasser gehen Calcium und Magnesium in den Untergrund. Je mehr Niederschlag, desto mehr.
- Ernteentzug: Je nach Kultur 10 bis 80 kg Calcium und Magnesium je Hektar (DLG).
- Düngung: Ammoniumhaltige und physiologisch saure Dünger setzen Säure frei.
- Bodenleben: Beim Abbau organischer Substanz entstehen Säuren.
Wie viel geht verloren?
| Boden | Nutzung | < 600 mm Niederschlag | 600–750 mm | > 750 mm |
|---|---|---|---|---|
| leicht | Acker | 300 | 400 | 500 |
| Grünland | 150 | 250 | 350 | |
| mittel | Acker | 400 | 500 | 600 |
| Grünland | 200 | 300 | 400 | |
| schwer | Acker | 500 | 600 | 700 |
| Grünland | 250 | 350 | 450 |
Folgen
Mit sinkendem pH-Wert leiden Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit. In den Klassen A und B lagen die Mindererträge auf Praxisschlägen bei 5 bis 12 % (DLG).
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