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Calciumdünger: Kalk als Calciumquelle

Calcium ist ein Hauptnährstoff für Pflanzen und zugleich das wichtigste Element für einen gesunden Boden. Der übliche Calciumdünger in der Landwirtschaft ist Kalk.

Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen

Calcium im Boden

Calcium-Ionen verbinden Tonteilchen und Humus zu stabilen Krümeln. Der Boden wird lockerer, nimmt Wasser besser auf und verschlämmt weniger. Zugleich ist Calcium ein Nährstoff, den Pflanzen in größeren Mengen aufnehmen. Mit jeder Ernte verlassen Calcium und Magnesium die Fläche, laut DLG-Merkblatt 456 je nach Kultur 10 bis 80 kg je Hektar, dazu kommen Verluste mit dem Sickerwasser.

Zwei Aufgaben, ein Dünger

Ein Kalkdünger wie MEERKALK erfüllt beides: Er liefert Calcium, und er bindet mit seinem Carbonat die Säure im Boden. MEERKALK besteht zu 92 bis 96 % aus Calciumcarbonat, das entspricht 50 bis 52 % CaO.

Nicht jeder Calciumdünger hebt den pH-Wert. Calciumsulfat (Gips) zum Beispiel liefert Calcium und Schwefel, wirkt aber nicht basisch. Wer den pH-Wert anheben will, braucht einen Dünger mit basisch wirksamen Bestandteilen. Wie viel davon in einem Kalk steckt, zeigt der Neutralisationswert.

Calciummangel im Boden

Ein echter Calciummangel ist auf landwirtschaftlichen Böden selten ein reines Nährstoffproblem. Meist zeigt er sich als zu niedriger pH-Wert: Der Boden ist versauert, Struktur und Nährstoffverfügbarkeit leiden. Die Bodenprobe mit pH-Wert ist deshalb der wichtigste Hinweis. Liegt er in Klasse A oder B nach VDLUFA, fehlt Kalk.

pH-Klassen und Kalkdüngungsbedarf. Quelle: VDLUFA 2000, Tabelle 2
KlasseKalkversorgungWas zu tun ist
Asehr niedrigGesundungskalkung. Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit sind erheblich beeinträchtigt.
BniedrigAufkalkung. Noch keine optimalen Bedingungen, hoher Kalkbedarf.
CanzustrebenErhaltungskalkung. Optimale Bedingungen, geringer Kalkbedarf.
DhochKeine Kalkung.
Esehr hochKeine Kalkung und keine alkalisch wirkenden Dünger.

Welcher Calciumdünger wofür?

Calciumdünger und ihre Wirkung, allgemeine Einordnung
Düngerliefert Calciumhebt den pH-Wert
kohlensaurer Kalk (Calciumcarbonat)jaja, mittelfristig
Branntkalk (Calciumoxid)jaja, schnell, ätzend
kohlensaurer Magnesiumkalkja, dazu Magnesiumja, mittelfristig
Calciumsulfat (Gips)ja, dazu Schwefelnein

Für Grünland, leichte Böden und die laufende Erhaltung ist kohlensaurer Kalk die übliche Wahl (LfL Bayern, VDLUFA). Mehr im Vergleich Kalkdünger-Arten.

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Häufige Fragen

Ist Kalk ein Calciumdünger?

Ja. Kohlensaurer Kalk besteht überwiegend aus Calciumcarbonat und liefert damit Calcium. Zusätzlich hebt er den pH-Wert des Bodens.

Woran erkenne ich, dass mein Boden Calcium braucht?

Am pH-Wert in der Bodenprobe. Liegt er unter dem Zielbereich (Klasse A oder B nach VDLUFA), braucht der Boden Kalk. Die Menge berechnet der Kalkrechner.

Hebt Gips den pH-Wert?

Nein. Gips (Calciumsulfat) liefert Calcium und Schwefel, bindet aber keine Säure.

Quellen

  1. DLG e. V. (2022): DLG-Merkblatt 456 „Hinweise zur Kalkdüngung“, 3. Auflage
  2. VDLUFA (2000): Standpunkt „Bestimmung des Kalkbedarfs von Acker- und Grünlandböden“, Darmstadt
  3. LfL Bayern (2022): Leitfaden für die Düngung von Acker- und Grünland (Gelbes Heft), Kap. 2.1.2

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