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Neutralisationswert und Reaktivität

Zwei Zahlen entscheiden, was ein Kalk leistet: wie viel Säure er binden kann und wie schnell er das tut.

Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen

Neutralisationswert

Der Gesamtgehalt an basisch wirksamen Verbindungen heißt Neutralisationswert (NW). Er wird in Prozent relativ zu reinem Calciumoxid angegeben, das als 100 % gilt (DLG). MEERKALK hat einen Neutralisationswert von 51, angegeben als 50 bis 52 % basisch wirksame Bestandteile.

Umrechnung

CaCO₃ mal 0,56 ergibt CaO. 90 % CaCO₃ entsprechen also 50 % CaO.

Reaktivität und Feinheit

Die Reaktivität ist ein Vergleichsmaßstab für die Umsetzgeschwindigkeit. Je feiner ein Kalk vermahlen ist, desto schneller wirkt er. Bei kohlensauren Kalken spielt aber auch das Ausgangsgestein eine Rolle (DLG). Poröse Kreide reagiert schneller als dichter Kalkstein.

Kalkdüngertypen im Überblick. Quelle: DLG-Merkblatt 456, Kapitel 5
TypNeutralisationswert (% CaO)Wirkung
Kohlensaurer Kalk / kohlensaurer Magnesiumkalk42–57mittelfristig, Tage bis einige Monate; Kreidekalke relativ schnell, Tage bis Wochen
Branntkalk70–111kurzfristig, vor allem für mittlere und schwere Böden
Mischkalk50–60kurzfristig
Hütten- und Konverterkalk40–50vergleichbar kohlensauren Kalken, enthält Kieselsäure
Carbokalk15–25schnell durch Feinkörnigkeit, enthält N, P, Mg

Quellen

  1. DLG e. V. (2022): DLG-Merkblatt 456 „Hinweise zur Kalkdüngung“, 3. Auflage

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