Kreidekalk: warum Kreide schnell wirkt
Kalk ist nicht gleich Kalk. Zwei kohlensaure Kalke mit gleichem CaO-Gehalt können unterschiedlich schnell wirken. Den Unterschied macht das Gestein, und Kreide gehört zu den schnellen.
Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen
Was Kreide ist
Kreide ist ein weicher, sehr feinkörniger Kalkstein. Er besteht überwiegend aus Calciumcarbonat, das sich vor Millionen Jahren aus winzigen Kalkplättchen von Meeresalgen am Meeresboden abgelagert hat. Anders als harter, dichter Kalkstein ist Kreide porös und lässt sich leicht zerkleinern.
Warum Kreide schneller wirkt
Kalk reagiert an seiner Oberfläche mit der Bodensäure. Je größer die Oberfläche, desto schneller. Feine Vermahlung vergrößert die Oberfläche, und ein poröses Gestein bringt schon von Natur aus viel innere Oberfläche mit. Laut DLG-Merkblatt 456 wirken Kreidekalke deshalb relativ schnell, innerhalb von Tagen bis Wochen, während kohlensaure Kalke allgemein Tage bis einige Monate brauchen. Auch die LfL Bayern hält fest: Die Kalkwirkung ist umso schneller, je feiner der Kalk ist und je poröser das Gestein.
| Kreidekalk | Kalksteinmehl aus hartem Gestein | |
|---|---|---|
| Gestein | weich, porös | hart, dicht |
| Wirkung | relativ schnell, Tage bis Wochen (DLG) | mittelfristig, abhängig von der Mahlfeinheit |
| Typ | beide kohlensaurer Kalk, schonend, auf Grünland üblich | |
Kreide und Granulat
Feiner Kreidekalk staubt. Als Granulat lässt er sich staubarm mit dem Düngerstreuer ausbringen. Mit Feuchtigkeit zerfällt das Korn wieder in feinen Kalk, wie unser Löslichkeitstest zeigt.
MEERKALK
Der Rohstoff von MEERKALK ist Kreide. Das Granulat enthält 92 bis 96 % Calciumcarbonat, das entspricht 50 bis 52 % CaO. Mehr unter Was ist Meerkalk?