Kohlensaurer Kalk oder Dolomitkalk?
Dolomitkalk bringt neben Calcium auch Magnesium. Das lohnt sich, wenn der Boden Magnesium braucht. Sonst ist reiner kohlensaurer Kalk meist die schnellere Wahl.
Redaktion Meerkalk, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen
| Kohlensaurer Kalk | Kohlensaurer Magnesiumkalk (Dolomit) | |
|---|---|---|
| Hauptbestandteil | Calciumcarbonat | Calcium- und Magnesiumcarbonat |
| Neutralisationswert | beide im Bereich von 42 bis 57 % CaO | |
| Magnesium | kaum | ja, je nach Produkt |
| Wirkgeschwindigkeit | mittelfristig, Kreide relativ schnell | sinkt mit steigendem Magnesiumgehalt |
| sinnvoll, wenn | Magnesium ausreichend versorgt | Bodenprobe zeigt Magnesiumbedarf |
Die Bodenprobe entscheidet
Ob Magnesium fehlt, zeigt die Standarduntersuchung, wenn Sie Magnesium mit untersuchen lassen. Ist der Boden gut mit Magnesium versorgt, bringt Dolomit nur zusätzliches Magnesium, das nicht gebraucht wird, und wirkt langsamer. Fehlt Magnesium, kann ein Magnesiumkalk zwei Aufgaben in einer Überfahrt erledigen.
Grünland
Auf Grünland sind kohlensaure Kalke im Regelfall die erste Wahl (LfL Bayern). Ob es ein reiner Calciumkalk oder ein Magnesiumkalk sein soll, richtet sich nach der Magnesiumversorgung laut Bodenprobe.
Wo steht MEERKALK?
MEERKALK ist ein kohlensaurer Kalk mit 92 bis 96 % Calciumcarbonat, also 50 bis 52 % CaO. Er ist für Flächen gedacht, auf denen Kalk gebraucht wird und Magnesium ausreichend vorhanden ist.